Innovationsidee 2: Mobile Holzhäuser & Tourismus (Stand: März 2019)

Wozu dient die Innovation?

Ein mobiles Holzhaus in modularer Bauweise soll entwickelt und mit der Entwicklung im Tourismus verbunden werden. Eine ökologische Bauweise aus regionalem Holz vermittelt eine Verbindung aus zeitgemäßem Wohnen und traditionellem Handwerk. Über die touristische Nutzung wird ein Erlebnis geschaffen und ökologischer Holzbau aus den Eisenwurzen überregional bekannt. Die Unterkünfte sind transportfähig, wenig invasiv und dadurch saisonalen Bedürfnissen entsprechend an verschiedenen Orten aufstellbar, bspw. im Sommer an einem Rad-/Wanderweg und im Winter nahe eines Skigebiets. Alternativ können auch mehrere Häuser an einem Ort aufgestellt werden. Weitere Handwerksbetriebe können in die Ausstattung einbezogen werden und dadurch viele Arbeitsplätze erhalten werden. Die Holzhäuser könnten zum neuen Aushängeschild der Region werden.

Was ist bisher passiert?

Die Firma Wolfthal hat eine Holz-Modulbauweise in Form von Containern entwickelt, die variabel gestaltet werden kann. In Zusammenarbeit mit dem Möbel- und Holzbau-Cluster (MHC) Oberösterreich und der SPES Zukunftsakademie im Themennetzwerk Holz entstand eine Idee für eine mobile, modulare Unterkunft in Holzbauweise. Sie könnte dazu beitragen, im Tourismus der Region Leerstellen bei Übernachtungsmöglichkeiten zu füllen und neue Kapazitäten zu saisonalen Spitzenzeiten zu schaffen. Zudem könnten in der Tourismusstruktur bislang unterversorgte Regionen damit ausgestattet werden. Der Rahmenplan der Regionalentwicklung sieht die Verbindung von Tourismus und Holzbau sowie die Förderung modernen Landlebens vor.

Wer ist involviert?

Holzbau Fa. Wolfthal, SPES Zukunftsakademie, MHC-Oberösterreich, Wirtschaftskammer. Weitere Partner, die eingebunden werden sollten: Tourismusverbände und Nationalparks, die an der Nutzung interessiert sind; Forstbetriebe und Sägereien, die das Holz bereitstellen; regionale Möbelund Holzbaubetriebe, die sich in die Entwicklung uns Ausgestaltung der Holzhäuser einbringen möchten; weitere Handwerksbetriebe für die Ausstattung, etwa mit Wasser und Strom, sowie für die regionale Einbindung das Regionalforum Steyr-Kirchdorf und weitere Regionalforenund LEADER-Verbände.

Welche Chancen und Hindernisse zeichnen sich ab?

Eine ökologisch-nachhaltige Bauweise im Holzbau würde stärker gefördert und sichtbar gemacht. Regionalität wird in die Tourismusentwicklung integriert, zugleich unterstützt der Tourismus den regionalen Holzbau. Damit wird Bewusstsein für den Holzbau geschaffen und mit einem Erlebnis verbunden – der Holzbau wird erfahrbar. Die Mobilität ermöglicht eine saisonale Nutzung. Durch ein attraktives Angebot werden Besucher*innen zu neuen „Hot-Spots“ gelenkt. Kleinteilige Strukturen fördern einen sanften Tourismus, der wenig Fläche verbraucht und den Boden nicht beeinträchtigt.
Noch ungeklärt ist, welche konkreten Standorte zunächst geplant werden sollen und somit Fragen der Flächenwidmung, Erreichbarkeit sowie Verund Entsorgung, die direkt mit dem jeweiligen Standort zusammenhängen. Zudem müssen die Rechte an geistigem Eigentum an den Innovationsideen festgelegt werden und gegebenenfalls ein Konsortium aus mehreren Partnern gegründet werden.

Wo liegt die Zukunft?

Mobile Holzhäuser könnten den ökologischen Holzbau aus der Region Eisenwurzen über die Grenzen hinaus bekannt machen, indem Personen hier Urlaub machen und ein positives Erlebnis mit Holzbau in der Natur mit nach Hause nehmen. An bestehenden und geplanten Fernwanderwegen entstehen neue Übernachtungsmöglichkeiten, die sich flexibel an idyllischen Schauplätzen platzieren lassen. Vor allem Gebiete mit schwacher touristischer Infrastruktur könnten dadurch gestärkt werden. Neue Touristengruppen werden angesprochen. Wie Buchung und Versorgung bzw. Infrastrukturanbindung gestaltet werden könnten ist noch offen, hierfür wurden erste Ideen gesammelt. Mit einer ansprechenden Architektur und einer Ausstattung aus regionalem Holz sowie einem innovativen Ansatz zum Betreiben der Holzhäuser, können neue Besucher*innen angesprochen werden.

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