Innovationsidee 4: Innovationsplattform einrichten (Stand: Mai 2019)

Wozu dient die Innovation?

Die Innovations-Plattform Wald-Holz soll dazu beitragen, Wälder und Wald-Ökosystemleistungen in der Region Eisenwurzen besser nutzbar zu machen. Im Vordergrund steht dabei eine nachhaltige Bereitstellung und Nutzung forstlicher Ökosystemleistungen, die durch Innovationen in der regionalen Wertschöpfung Wald-Holz befördert werden kann. Gleichzeitig wird dadurch das Bewusstsein für Wald, Waldwirtschaft sowie Holz und seine Verarbeitung in der Gesellschaft unterstützt.
Ziel der Plattform ist der Aufbau eines Netzwerks innovativer Zusammenarbeit – Wald-, Forstund Holzressourcen ergeben durch die Verbindung mit den Menschen in der Region verbesserten und nachhaltigen Nutzen für die Region und ihre Bevölkerung. Regionale Wertschöpfungsketten für Holz und Holzprodukte werden ausgebaut und neu gedacht. Neue Synergien mit Sektoren wie Tourismus oder Walderlebnispädagogik sind zu erwarten. Die Innovations-Plattform Wald-Holz schafft Möglichkeiten für direkten Austausch sowie Vernetzung und branchenübergreifende Zusammenarbeit. Neben persönlichen Treffen und Workshops wird auch eine digitale Plattform für Austausch und Vernetzung eingerichtet.

Was ist bisher passiert?

Im Rahmen des InnoForESt-Projektes wurden zunächst über Interviews und Fokusgruppen-Diskussionen die Potenziale, Chancen und Hindernisse ausgelotet und folgende drei Innovationsideen mit den regionalen Stakeholdern diskutiert:

  • Möbel, Design & Region;
  • Mobile Holzhäuser & Tourismus;
  • Wald & Holz erlebbar machen

In einem ersten vertiefenden Workshop wurden diese Innovationsideen mit einer großen Anzahl an Stakeholdern aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Region Eisenwurzen diskutiert. Einige Teilnehmer*innen sahen für die betriebseigene und regionale Entwicklung großes Potenzial, mit der Absicht an einer oder mehreren Innovationsideen weiterzuarbeiten. Es zeigte sich ebenso, dass eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette Wald-Holz als besonders wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung von innovativen Projekten erachtet wird. Wesentlich erscheint auch das Sichtbarmachen bereits bestehender Ideen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit – für „Möbel, Design & Region“ beispielsweise die Option eines Ideenwettbewerbs mit einer höheren technischen Lehranstalt oder das Projekt „Digital furniture cluster“ des MHC. Erfolgreiche Projekte aus anderen Region werden vorgestellt – etwa Werkraum Bregenzerwald oder ARGE s ́Hoiz.

Wer ist involviert?

Nationalparks (Kalkalpen und Gesäuse), Forstbetriebe, Waldmanagement, Waldpädagogik/ Waldschulen, Sägewerke, Holzhändler, Tischlereien, Holzbau-Unternehmen, Bezirksinnungen, SPES Zukunftsakademie, MHC Oberösterreich, Pro-Holz, Gemeinden mit Bürgermeister*innen, Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer, Regionalforum Steyr-Kirchdorf und LEADER-Verbände, Landwirtschaftsschule, Tourismusverbände der Bezirke, Mobilitätsanbieter, weitere Handwerksbetriebe, Klimaund Energiemodellregion Pyhrn-Priel und Traun4tler Alpenvorland, der Klimaschutz-Waldverein, kreative Unternehmer*innen, Designexpert*innen, Hochschulen mit Designund Holzbauschwerpunkt.

Welche Herausforderungen zeichnen sich ab?

Viele Stakeholder aus der Region zeigen großes Interesse daran, sowohl an konkreten InnovationsProjekten als auch als Netzwerk intensiver zusammenzuarbeiten. Wenngleich es bereits zahlreiche Initiativen und Erfahrungen in der Region im Bereich Holzverarbeitung, Holzbau, naturnahe Waldbewirtschaftung, nachhaltige Bereitstellung von Ökosystemleistungen und Waldpädagogik gibt, werden eigene Erfahrungen oft zu wenig mit anderen geteilt. Erfolgreiche Projekte führen nicht automatisch zur Wiederholung und „Rückschläge“ können nicht in weiteren Anläufen aufgefangen werden. Viele fühlen sich hier häufig als „Einzelkämpfer“. Zugleich wird der branchenübergreifende Austausch als besonders gewinnbringend wahrgenommen.
Hindernisse stellen beispielsweise die weiten Verkehrswege zwischen den Bundesländern und zentralen Orten der Region dar, was einen persönlichen Austausch häufig erschwert. Weil das Netzwerk schließlich vom Einbringen und Engagement der einzelnen Akteure lebt und deren Zeitressourcen häufig begrenzt sind, stellt dies eine Plattform vor weitere Herausforderungen.
Es gilt außerdem die Herausforderung zu klären, wie mit Fragen des geistigen Eigentumes und der Verfügungsrechte innerhalb des Netzwerks umgegangen wird.

Wo liegt die Zukunft?

Die digitale Plattform kann in Zukunft genutzt werden, um:

  • Sichtbar zu machen, was hinsichtlich des lokalen Handwerks und der nachhaltigen Nutzung der Wald-, Forstund Holzressourcen in der Region bereits passiert. Leuchtturm-Projekte und gemeinsame Aktionen zur Förderung der regionalen Wertschöpfungskette Wald-Holz sollen hier online zugänglich gemacht und ansprechend präsentiert werden.
  • die Region besser nach außen zu kommunizieren und deren Sichtbarkeit zu erhöhen.
  • Kontakte herzustellen, den direkten Austausch zu fördern und ein Netzwerk verstärkter branchenübergreifender Zusammenarbeit aufzubauen.
  • Informationen zur Entstehungsgeschichte, Ziele der Plattform Wald-Holz, aktuelle Innovationsideen sowie Potentialanalysen vorzustellen.
  • weitere Treffen und Workshops sowie interessante externe Veranstaltungen anzukündigen.
  • um evtl. zusätzliche (passwortgeschützte) Bereiche für Mitglieder der Plattform zur internen Kommunikation bereitzustellen.

Gemeinsam mit den Mitwirkenden gilt es zu klären:
Welche Aufgaben und Ziele die Plattform verfolgen soll, welche Abläufe wie unterstützt werden und in weiterer Folge – welche Organisationsform die Plattform annehmen soll.
Zu letzterem Punkt wurden bereits folgende Organisationsformen recherchiert, die die InnovationsPlattform Wald-Holz annehmen könnte:

  1. Unregelmäßige Treffen in loser Runde fördern Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit; bereits in der Region bestehende und aktive Branchenverbände und Kammern übernehmen die Koordination für Vernetzungstreffen und Projektförderung.
  2. Eine gemeinsam verfasste Grundsatzerklärung, ein Memorandum of Understanding oder ein Bekenntnis zu regionalem Holz legt die Grundlage für die Zusammenarbeit. Unterzeichnende sind berechtigt, ein bestimmtes Logo oder eine Marke zu verwenden und abzustimmen.
  3. Die Akteure der Innovationsplattform gründen einen Verein mit Statuten, die die Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung, Aufgabenverteilung und den Informationsaustausch ebenso regelt, wie den Schutz geistigen Eigentumes und das Ziel, Innovationen zur nachhaltigen, regionalen Wertschöpfung Wald-Holz zu befördern.
  4. Ebenfalls würde sich eine genossenschaftliche oder kooperative Struktur anbieten, um aktive Mitglieder und Interessierte zu integrieren und spezifische Innovationsideen zu fördern bzw. zu entwickeln.

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Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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